Typische Anlässe
- Der Prüftermin steht an oder ist bereits überschritten
- Warnanzeigen leuchten im Kombiinstrument
- Ein Fahrzeug wurde neu gekauft und der Zustand ist unklar
- Nach längerer Standzeit soll das Fahrzeug wieder genutzt werden
Was bei einer Vorbereitung durchgesehen wird
Die Vorbereitung orientiert sich an den Punkten, die in der Praxis am häufigsten zu Beanstandungen führen. Vieles davon ist mit überschaubarem Aufwand vorher zu klären.
- Beleuchtung vollständig: Abblend- und Fernlicht, Blinker, Bremsleuchten, Rückfahrscheinwerfer, Kennzeichenbeleuchtung, Nebelschlussleuchte
- Scheinwerfereinstellung und Zustand der Streuscheiben
- Bremsanlage: Wirkung, Gleichmäßigkeit, Beläge, Scheiben, Leitungen, Handbremse
- Reifen: Profiltiefe, Zustand, zulässige Größe und Beschädigungen
- Fahrwerk und Lenkung: Spiel, Manschetten, Dämpfer, Aufhängung
- Sicht: Wischerblätter, Waschanlage, Steinschläge im Sichtfeld
- Undichtigkeiten an Motor, Getriebe, Achsen und Bremssystem
- Auspuffanlage: Befestigung, Dichtheit, sichtbare Beschädigungen
- Warnanzeigen im Kombiinstrument und der Fehlerspeicher abgasrelevanter Systeme
- Karosserie: scharfe Kanten, Rost an tragenden Teilen, Türen und Verriegelung
Die Abgasuntersuchung
Die AU ist Bestandteil der Hauptuntersuchung. Geprüft werden – abhängig von Fahrzeugtyp und Baujahr – Abgaswerte beziehungsweise die Funktion der abgasrelevanten Systeme über die Fahrzeugelektronik, inklusive der Bereitschaftscodes der On-Board-Diagnose.
Eine leuchtende Motorkontrollleuchte ist deshalb vor dem Termin relevant: Sie kann bereits allein zu einer Beanstandung führen. Auch ein kurz zuvor gelöschter Fehlerspeicher kann Probleme machen, weil die Bereitschaftscodes dann noch nicht gesetzt sind.
Was Sie zum Termin mitbringen sollten
Sinnvoll sind die Zulassungsbescheinigung Teil I, der letzte HU-Bericht, sofern vorhanden, sowie Nachweise über Änderungen am Fahrzeug – etwa Teilegutachten oder ABE für Räder, Fahrwerk oder Anbauteile. Wer ein Reserverad oder Pannenset mitführt, sollte auch das griffbereit haben.
Wenn am Fahrzeug bereits ein bekanntes Symptom besteht, hilft eine kurze Beschreibung: seit wann, unter welchen Bedingungen, mit welchen Begleiterscheinungen.
Was eine Vorbereitung nicht leisten kann
Die Vorbereitung ist keine Hauptuntersuchung und kein Ersatz für sie. Sie kann auch nicht garantieren, dass keine Mängel festgestellt werden – die abschließende Bewertung trifft ausschließlich die zuständige Prüforganisation. Ziel ist, den Zustand vorher zu kennen und absehbare Punkte rechtzeitig zu klären.
Ist Ihr Fahrzeug bereit für die Hauptuntersuchung?
Haken Sie ab, was Sie selbst geprüft haben. Am Ende sehen Sie, welche Punkte noch offen sind – und können sie direkt als Anfrage übernehmen. Die Liste ersetzt keine Prüfung, deckt aber die häufigsten Beanstandungsgründe ab.
Beleuchtung
Reifen und Räder
Sicht und Scheiben
Bremsen und Fahrwerk
Anzeigen und Unterlagen
0 von 19 Punkten abgehakt
Die Selbstprüfung ersetzt weder die Hauptuntersuchung noch eine Prüfung in der Werkstatt. Sie deckt die Punkte ab, die sich ohne Werkzeug beurteilen lassen. Die abschließende Bewertung trifft ausschließlich die zuständige Prüforganisation.
Sicherheitsrelevante Punkte
- Ein überschrittener HU-Termin ändert nichts am technischen Zustand – sicherheitsrelevante Mängel sollten unabhängig vom Prüftermin behoben werden.
- Bei festgestellten erheblichen Mängeln an Bremse, Lenkung oder Bereifung ist eine Weiterfahrt kritisch zu bewerten.
